Strategien der Digitalen Transformation im Fokus – Wie die enge Verbindung zweier Branchen Innovation und Wettbewerbsfähigkeit vorantreibt

Wir möchten die digitale Evolution in der Textil- und Möbelindustrie beleuchten und die gemeinsamen Synergien hervorheben. Beide Branchen, stark mittelständisch geprägt, nutzen ähnliche Strategien für ihre digitale Transformation. Die enge Verbindung zeigt sich besonders in Heimtextilien und innovativen Produkten. 3D-Modelierung und Automatisierung prägen Design- und Produktionsprozesse. Smarte Textilien erobern den Markt, integrieren Daten und bieten neue Anwendungsfelder. Strategien wie EDI, digitaler Vertrieb und Marktplätze gewinnen an Bedeutung. Für 2024 sind internationale Aufstellungen, verändertes Kundenverhalten und wachsender Online-Handel entscheidend – eine sorgfältige, zukunftsorientierte Strategie ist unabdingbar.

Branchennähe, Ähnlichkeiten und Synergien 

Die Digitalisierung ist nach wie vor ein zentrales Thema, das alle Branchen betrifft und auch vor der Textilindustrie nicht Halt macht. Ähnlich wie die deutsche Möbelindustrie ist auch die deutsche Textilindustrie stark mittelständisch geprägt. Traditionell agiert die Textilindustrie als Zulieferer und trägt mit ihren Lieferungen an Hersteller/Händler über 10 Milliarden Euro zur deutschen Wirtschaft bei. Über 600 Millionen Euro werden dabei alleine bei der Belieferung der Möbelindustrie erwirtschaftet. * Gerade im Bereich der Heimtextilien, der textilen Innenausstattung sowie im Wohn- und Schlafbereich werden die direkten Synergien zwischen beiden Branchendeutlich.

Diese enge Verbindung der Branchen spiegelt sich auch in den Herausforderungen der Digitalisierung wider. Die neuen digitalen Konzepte in der Textilbranche ähneln stark den Herausforderungen, die bereits aus der Möbelbranche bekannt sind. Immer häufiger werden Design- und Engineeringprozesse durch den Einsatz von 3D-Modellierung und virtuellen Prototypen beschleunigt. In der Produktion sorgen digitale Technologien wie automatisierte Maschinen und vernetzte Produktionsanlagen für mehr Flexibilität und Effizienz.

Insbesondere im Bereich der technischen und „intelligenten“ Textilprodukte haben sich in den letzten Jahren weltweit innovative Entwicklungen durchgesetzt**.

Die Integration von Daten in Textilien eröffnet neue Anwendungsfelder, beispielsweise im Bereich der Wearable Technology. Smarte Textilien können biometrische Daten erfassen, den Gesundheitszustand überwachen oder als Schnittstelle für die Interaktion mit digitalen Geräten und Einrichtungsgegenständen im Smart Home dienen.

Im Marketing eröffnet die Digitalisierung neue Möglichkeiten, von personalisierter Werbung bis hin zum Einsatz von Augmented Reality für ein interaktives Einkaufserlebnis. Das wachsende Interesse an nachhaltiger Produktentwicklung und der Kreislaufwirtschaft betrifft sowohl Stoffe für die Polsterfertigung als auch textile Konfektionsware.

Auch bei der internen Unternehmensentwicklung lassen sich in beiden Branchen Trends beobachten, die einerseits in Richtung datengestützter Identifikation und Adressierung individueller Kundinnenbedürfnisse und andererseits in Richtung Automatisierung der Wertschöpfungskette gehen. Von der Verkürzung der Produktionszeiten über die Beschleunigung der Logistikprozesse bis hin zur Einbindung von Big Data zur Analyse des Konsumverhaltens*** gibt es eine Reihe von Lösungsansätzen für die digitale Transformation, die sich ähnlicher Strategien bedienen.

Strategien für den digitalen Wandel

  • B2C setzt den Maßstab für B2B: Eine moderne Unternehmensstrategie erfordert flexible Lösungen, die sich den spezifischen Prozessen und Bedürfnissen der Kunden anpassen können. Kunden erwarten moderne und intuitive Anwendungen sowie Apps. Gleichzeitig legen sie weiterhin Wert auf persönliche Ansprechpartner in den klassischen Vertriebswegen. 

  • Wandlung der Kundenbeziehungen und -ansprüche: Immer mehr Endkunden informieren sich eigenständig über Produkte und schließen ihre Verträge digital ab. Auch im B2B-Bereich ist dieser Trend zu beobachten. Der klassische Vertrieb über Vermittler digitalisiert sich zunehmend. Nutzerfreundliche Anwendungen entlang der Customer Journey unterstützen sowohl Kunden als auch Lieferanten.

  • Wettbewerbsfähig bleiben bedeutet Mitwachsen: Die regulatorischen Anforderungen an den Beratungs- und Dokumentationsprozess steigen stetig. Eine Bewältigung der Komplexität ist ohne digitale Unterstützung kaum noch möglich. Bestehende Anwendungen haben sich zwar weiterentwickelt, entsprechen jedoch nicht mehr den aktuellen fachlichen und technologischen Anforderungen sowie den Erwartungen der Nutzer. Die rechtlichen Rahmenbedingungen ändern sich im Laufe der Zeit. Das geplante Wachstumschancengesetz bis 2025 verpflichtet alle Unternehmen, ein bestimmtes digitales Niveau zu erfüllen.

Tipps und Strategien für eine erfolgreiche Digitalisierung

Strategien der Digitalen Transformation im Detail 

EDI (Electronic Data Interchange)

EDI ist ein wichtiger Bestandteil dieses Prozesses. Viele Unternehmen beginnen ihre Digitalisierung mit der Digitalisierung ihrer Auftragsprozesse und den damit verbundenen Belegen. Der unternehmensübergreifende Datenaustausch ist für viele der erste Schritt aus ihrem eigenen Kosmos und bildet die Grundlage für weitere Ausbaustufen, wie die Digitalisierung der Folgeprozesse im Vertrieb oder in der Logistik.

Logistik

Auch die Digitalisierung von Logistik wird immer relevanter, da sich Kunden an schnelle Lieferung, one day delivery etc gewöhnen. Durch die Direktbelieferung vom Hersteller zum Endkunden werden Transportwege, Ein- und Umlagerungen sowie Arbeitsabläufe reduziert. Diese effiziente Abwicklung entlastet Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, senkt die Lagerkosten und erhöht Ihre Lieferfähigkeit. Auch die Hersteller profitieren von der direkten Endkundenbelieferung. Sie profitieren davon, dass sie nicht jede Filiale einzeln beliefern müssen. Stattdessen erfolgt die Lieferung z.B. nur einmal an einen zentralen Hub.

Digitaler Vertrieb

Im Vertrieb gibt es unterschiedliche Ansätze, um sich digital neu auszurichten. B2B-Marktplätze können einen eigenen B2B-Onlineshop ergänzen oder als Alternative dienen. Es ist wichtig, den passenden Mix aus digitalen Vertriebs- und Marketingkanälen für das jeweilige B2B-Geschäftsmodell zu finden. Im Bereich der Heimtextilien wächst das Interesse, das Sortiment sowohl für B2B als auch B2C digital zugänglich zu machen.

Ausblick auf 2024 und Handlungsempfehlungen 

Für das Jahr 2024 lassen sich Schlüsselbegriffe identifizieren, die nicht nur für die Textil- und Möbelbranche, sondern auch für viele andere traditionelle Branchen von zentraler Bedeutung sein werden. Diese werden maßgeblich von der digitalen Transformation vorangetrieben:

  • Internationale Aufstellung
  • Totale Wandlung des Such- und Kaufverhaltens der Kunden sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich
  • Stetig wachsender Online-Handel
  • Schnelllebigkeit und Innovationsdrang innerhalb der Branchen
  • Beherrschung der Komplexität und Digitalisierung in der gesamten Wertschöpfungskette

Sorgfalt und eine gut durchdachte Strategie, die den Bedürfnissen des eigenen Unternehmens gerecht wird, sind unerlässlich. Eine erfolgreiche Zukunft am Markt erfordert Investitionen und die Bereitschaft zum Wachstum. Eine kluge Investitionsstrategie sowie die Bereitschaft, sich den Herausforderungen der digitalen Ära zu stellen, sind notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Warum Sie sich für uns als Digitalisierungs-Partner entscheiden sollten?

 

IWOfurn (Eine Marke der Integrated Worlds) ist in der Möbelbranche bekannt für langjährige Erfahrung in der Gestaltung ganzheitlicher und nachhaltiger Lösungskonzepte für die Industrie, den Handel, Zentralregulierer, Verbundgruppen, Zulieferer, Marktplätze und vieles mehr. Unser umfangreiches Lösungsportfolio und der Einsatz modernster Technologien ermöglichen es uns, Unternehmensprozesse zu optimieren und eine nahtlose digitale Kommunikation mit Geschäftspartnern und allen Akteuren der Branche zu gewährleisten.

In der heutigen Zeit, in der die digitale Evolution die Möbel- und Textilindustrie revolutioniert, ist es von entscheidender Bedeutung, einen zuverlässigen Partner zu wählen. Integrated Worlds steht für Innovation, bewährte Expertise und erfolgreiches Networking innerhalb der Branche. Unsere Plattform verbindet täglich mehr als 1.000 Unternehmen, darunter führende Hersteller und Händler. Wir ermöglichen eine effiziente, digitale Zusammenarbeit mit über 85.000 Dokumenten im Austausch. Vertrauen Sie auf Integrated Worlds – Ihren Schlüssel zur erfolgreichen digitalen Transformation auch in der Textilbranche.

Kontaktieren Sie uns noch heute, um Ihre Geschäftsprozesse zu optimieren und eine nahtlose digitale Kommunikation mit Ihren Geschäftspartnern zu ermöglichen.

Quelle:

* Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie e. V. 2022
** https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Artikel/Branchenfokus/Industrie/branchenfokus-textil.html
*** https://www.lead-innovation.com/insights/blog/wie-sich-die-digitalisierung-auf-die-textilindustrie-auswirkt