Erkennt­nis­se und Chan­cen aus den Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie (I)

Autor: Dipl. Math. Klaus Bröhl, Geschäfts­füh­rer Inte­gra­ted Worlds GmbH

Ver­wais­te Stra­ßen, geschlos­se­ne Geschäf­te und Restau­rants! Noch vor kur­zem wur­de dies als Hor­ror­sze­na­rio für vie­le Städ­te pro­gnos­ti­ziert. Als Grund dafür wur­de meist der Online Han­del und das geän­der­te Kon­sum- und Frei­zeit­ver­hal­ten der Men­schen identifiziert.

Coro­na hat uns nun genau die­sen Alb­traum beschert, auch wenn die Hin­ter­grün­de und Ursa­chen ganz ande­rer Natur sind und uns die Situa­ti­on in atem­be­rau­ben­dem Tem­po über­rollt. Auch ist zu befürch­ten, dass die Situa­ti­on für die Städ­te, ins­be­son­de­re die Innen­städ­te, beschleu­nigt durch die Pan­de­mie, noch kom­pli­zier­ter wird als sie bereits war.

Die kul­tu­rel­len Ein­rich­tun­gen kön­nen ihren so wich­ti­gen öffent­li­chen Auf­trag nicht mehr erfül­len und auch hier ist zu erwar­ten, dass vie­le von ihnen zumin­dest auf län­ge­re Sicht Ihren wich­ti­gen gesell­schaft­li­chen Bei­trag auf­grund von zu erwar­ten­den finan­zi­el­len Pro­ble­men nicht leis­ten können.

Auch das den Deut­schen so wich­ti­ge Ver­eins­le­ben – unab­hän­gig ob Sport, Kul­tur oder Sozia­les – liegt dar­nie­der. Wie die meist gemein­nüt­zi­gen Orga­ni­sa­tio­nen, die oft von der Soli­da­ri­tät und den Ein­nah­men Ihrer Mit­glie­der und Spon­so­ren leben, aus die­ser Durst­stre­cke her­aus­kom­men, bleibt eben­falls abzuwarten.

Aber die aktu­el­le Situa­ti­on mit Aus­gangs­sper­ren, Schlie­ßung des Ein­zel­han­dels und der Gas­tro­no­mie sowie Ver­samm­lungs­ver­bo­ten in öffent­li­chen Berei­chen zur abso­lu­ten Redu­zie­rung von sozia­len Kon­tak­ten zeigt uns allen aber auch eines ganz deutlich.

Wir ver­mis­sen auf einmal:

  • sozia­le Kon­tak­te, die per­sön­li­che Begeg­nung mit ande­ren Men­schen, Freun­den und Ver­wand­ten, unab­hän­gig von Alter und Beziehungsgrad,
  • die Stadt als Begeg­nungs­raum mit sei­nen öffent­li­chen Plätzen,
  • den loka­len Han­del, die Gas­tro­no­mie und das Gewer­be mit ihrer Dyna­mik für ein lebens­wer­tes urba­nes Umfeld mit dem man sich iden­ti­fi­zie­ren kann,
  • das brei­te kul­tu­rel­le Ange­bot, vom ein­fa­chen Kino­be­such bis hin zu Muse­en, Oper, Bal­lett usw.
  • die Ver­ei­ne mit Ihrem Gemein­schafts­ge­fühl und der Soli­da­ri­tät lös­ge­löst von Her­kunft und sozia­lem Status.

In der IFH-Stu­die Han­dels­sze­na­rio 2030 wur­de bereits vor der Coro­na-Kri­se deut­lich, dass Bür­ger über­grei­fend über alle Alters­grup­pen und Schich­ten der Bevöl­ke­rung die Bedeu­tung der Stadt mit sei­ner Ange­bots­viel­falt als zen­tra­len Lebens­raum hoch ein­schät­zen und der Wunsch der Iden­ti­fi­ka­ti­on mit „ihrer Stadt“/“ihrem Kiez“ stark ver­an­kert ist.

Die­sem Wunsch der Bür­ger müs­sen wir, die sich mit digi­tal gestütz­ten Stadt­kon­zep­ten beschäf­ti­gen, beson­ders jetzt und in Zukunft gerecht werden.

Gemäß „Alle Macht den Bür­gern“ soll­ten wir die aktu­el­le Situa­ti­on als Chan­ce ver­ste­hen, die Bedürf­nis­se der Men­schen in den Vor­der­grund stel­len, die Men­schen ein­be­zie­hen, die Bereit­schaft zur Iden­ti­fi­ka­ti­on nut­zen und mit unse­ren Mög­lich­kei­ten so die Stadt mit all sei­ner Viel­falt ganz­heit­lich unterstützen.

Arbei­ten wir mit der Über­zeu­gung, dass die­se dra­ma­ti­sche Kri­se über­wun­den wer­den kann, gemein­sam an den Kon­zep­ten, die der sicher kom­men­den Zeit nach der Kri­se mit einer Syn­the­se aus ana­lo­gen und digi­ta­len Mög­lich­kei­ten dem Wunsch nach loka­ler Begeg­nung und Iden­ti­fi­ka­ti­on entgegenkommt.

Arbei­ten wir gemein­sam noch inten­si­ver dar­an die Stadt in Zukunft wie­der zum Erleb­nis­raum und Treff­punkt für alle Bür­ger mit ihren unter­schied­li­chen Bedürf­nis­sen und Inter­es­sen zu machen.

VITAIL, initi­iert vom IFH, dem gmv­team und der Inte­gra­ted Worlds, setzt mit sei­nem [EKT]2-Ansatz stark auf ein bür­ger­na­hes, ganz­heit­li­ches und vor allem nach­hal­tig erfolg­rei­ches Vorgehen.

Lesen Sie in unse­rem White­pa­per wie Stadt­ma­cher mit unse­rer bereits erprob­ten Erfolgs­for­mel EKT, Stand­or­te erfolg­reich in nach­hal­ti­ge, vita­le Städ­te entwickeln!